Medienbox

Jamuzooloopiwas? Und wofür?! 
Auf der Suche nach den passenden Medien für das digitale Musizieren kann man schnell mal den Überblick verlieren – eine schier unendliche Masse an Möglichkeiten!

Für unsere Medienbox haben wir uns daher entschieden, für Sie eine Vorauswahl zu treffen und die Apps, Programme und Plattformen nach ihrem Verwendungszweck zusammenzustellen. Die Programme sind teils kostenlos, teils kostenpflichtig, dann jedoch in einem vertretbaren Rahmen.

Federführend war hier Dr. Max Gaertner, Schlagzeuger und Experte für neue Musikmedien: www.maxgaertner.de

Anmerkung: An kostenpflichtigen Empfehlungen verdienen wir nichts – sie sind ein Ergebnis unserer Recherche nach bestmöglicher Verwendung. (Stand 24.03.2021)

Für welchen Anlass suchen Sie nach Anregungen?

Ensemblearbeit

In Orchestern, Chören, Bands und anderen Ensembles gibt es immer viel zu tun. Hier finden Sie Tipps und Tricks rund um die Nutzung verschiedener Apps, die Ihnen bei der Umsetzung Ihrer Ideen helfen sollen.

Erfolgreiches Musizieren hat nicht nur mit dem eigenen Können, sondern auch viel mit offenen Ohren für die anderen Musiker*innen zu tun. Um ein aufmerksames Zusammenspiel zu fördern, ist ein regelmäßiges Training notwendig. Wie das auch aus der Ferne funktionieren kann, zeigen die folgenden Anwendungsbeispiele.

Fester Bestandteil jeder Probe sind verschiedene Übungen zur Intonation. Damit das musikalische Gehör auch während des Lockdowns nicht einrostet, gibt es hier einige Trainingsideen.

Ein stabiles Timing-Gefühl gehört sicher zu den größeren Herausforderungen im Musizieralltag. Die folgenden Übungen zeigen, wie man diesen Bereich auch im Lockdown trainieren kann.

Neben klassischen Übungen können Musik-Apps auch genutzt werden, um die Kreativität zu schulen. Gerade Zeiten, in denen aufgrund mangelnder Proben und Konzerte Ziele fehlen, eignen sich hervorragend für freie musikalische Experimente und neue Konzepte.

Noten digital zu erstellen, verändern und zu verwalten, bietet vielfältige Möglichkeiten in der Ensemblearbeit und beim Musizieren.

Neben dem Musizieren muss in einem Ensemble auch viel organisiert und geplant werden. Hier finden Sie Apps und Plattformen, die Ihnen bei der Organisation, Kommunikation und Strukturierung helfen.

Sie möchten untereinander Aufgaben verteilen und immer im Bilde sein, welches Projekt aktuell auf welchem Stand ist? Dann ist eine Projektmanagement-App genau das Richtige für Sie.

Agantty

Diese kostenfreie App ermöglicht es Ihnen, Mitglieder in Teams einzuteilen und Projekte sowie einzelne Aufgaben zu erstellen. Markiert ein Team eine Aufhabe als erledigt, werden Sie darüber informiert und behalten so den Überblick über das aktuelle Geschehen.

Je größer ein Chor, Orchester oder Verein ist, desto komplizierter gestalten sich oft die Kommunikationswege. Nicht alle Nachrichten sind für alle Mitglieder von Interesse. Um unnötig überfüllte E-Mail-Postfächer zu vermeiden, empfiehlt sich die Nutzung einer entsprechenden App, in der Personen einzelnen Teilgruppen zugeordnet werden können.

Slack

Mit Slack können Sie Musiker*innen entsprechend ihrer Aufgabenbereiche verschiedenen Gruppen zuordnen. Diese werden mit einfachen „Hashtags“ benannt und sind so eindeutig erkennbar. Wenn Sie nun eine Nachricht innerhalb der App versenden, können Sie angeben, an welche Gruppen sie adressiert werden soll. Die Einladung zur nächsten Jahreshauptversammlung würde somit vielleicht an #GesamtesOrchester gehen und die Ankündigung eines Gastdozenten für die Schlagwerk-Satzprobe z.B. an die Gruppen #Schlagwerk und #Vorstand.

Auch in Corona-Zeiten muss nicht auf die Mitgliederversammlung verzichtet werden – sie kann digital stattfinden. Doch auch in Präsenz bieten sich durch digitale Hilfsmittel viele Möglichkeiten.

Zoom

Um das Programm zu nutzen, müssen Sie sich anmelden und ein Meeting starten. In der kostenfreien Version dürfen Meetings maximal 40 Minuten dauern. Die kostenpflichtige Version ermöglicht Meetings von unbegrenzter Dauer.
Teilnehmende haben die Möglichkeit, miteinander zu sprechen oder sich im Chat auszutauschen. Zur besseren Koordination existiert eine Melde-Funktion, mit der Wortbeiträge angekündigt werden können. So können die Mikrofone der Teilnehmenden generell deaktiviert bleiben, um Störungen zu vermeiden, und dann gezielt für Beiträge aktiviert werden. Mit der Umfrage-Funktion kann man hier auch Abstimmungen durchführen.

Wie man Zoom als Leitung einrichtet, finden Sie hier: PC / iPad
Wie man Zoom als Ensemblemitglied einrichtet, finden Sie hier: PC /iPad

 

digitalwahl.org

Mithilfe von digitalwahl.org können Abstimmungen und Wahlen online und zeitsparend durchgeführt werden. Das Tool bietet zwei entscheidende Vorteile: digitale Wahlen sind geheim und kostenfrei möglich. Dazu wird eine Versammlung mit einer Meeting-Lösung (z.B. Zoom) durchgeführt und digitalwahl.org parallel für Abstimmungen genutzt. Die Abstimmung ist mittels PC, Tablet oder Smartphone möglich. Für die Organisation und Vorbereitung der Abstimmungen ist ein PC ratsam. Das Tool digitalwahl.org kann grundsätzlich auch bei Präsenzveranstaltungen zum Einsatz kommen, da es von den Teilnehmenden per Smartphone genutzt werden und den Wahlvorgang deutlich beschleunigen kann.
Aktuell verfügbare Funktionen sind: Synchrone Wahl, geheime und offene Wahlen, Teilnehmenden- und Gäste-Verwaltung, einfacher Export der Ergebnisse

Ein Erklärvideo zu Aufbau und Ablauf einer digitalen Versammlung mit Wahlen finden Sie hier.
Eine Anleitung zu digitalwahl.org finden Sie hier.

Individuelles Musizieren

Sie wollen Ihre musikalischen Fähigkeiten trainieren, eine Playback-Aufnahme für Ihren Chor erstellen oder einfach mal was Neues ausprobieren? Hier haben wir Ihnen zu vielen Themen rund ums Üben und Produzieren die passenden Apps zusammengestellt.

Ein stabiles Timing-Gefühl gehört sicher zu den größeren Herausforderungen im Musizieralltag. Die folgenden Übungen zeigen, wie man diesen Bereich auch im Lockdown trainieren kann.

Rhythmische Genauigkeit gehört zu den grundlegenden musikalischen Fähigkeiten, die regelmäßig trainiert werden müssen. Mit modernen Musik-Apps bieten sich hier einige interessante Übungen an, mit denen es auch allein nicht langweilig wird.

Ein gutes musikalisches Gehör ist sowohl im Zusammenspiel mit anderen als auch beim Üben wichtig. Häufig fehlt im stressigen Alltag jedoch die Zeit für ein regelmäßiges Training. Entsprechende Musik-Apps bieten vielfältige Möglichkeiten, um auch zwischendurch und unterwegs das Gehör schulen zu können.

Ein Video oder ein mehrstimmiges Musikstück kann auch ganz alleine erstellt werden. Folgende Apps helfen Ihnen dabei, eigene Ton- und Bildaufnahmen zu machen und diese anschließend zusammenzustellen.

Unterricht

Im Instrumental- und Gesangsunterricht bieten sich viele Möglichkeiten für einen kreativen Einsatz von Musik-Apps. Neben der Unterstützung bei klassischen Übungen können neue Medien auch eine spannende Abwechslung für Schüler*innen und Lehrkräfte sein. Gerade in der aktuellen Zeit besteht so die Möglichkeit, die Kreativität der Schüler*innen trotz des Online-Unterrichts zu fördern.

Um auch in Zeiten der Kontaktbeschränkungen einen regelmäßigen Unterricht zu ermöglichen, haben sich in den letzten Monaten einige Anbieter für Videokonferenzen etabliert. Man kann in Bild und Ton mit den Schüler*innen kommunizieren und zudem einige Extras nutzen.

Ein stabiles Timing-Gefühl gehört sicher zu den größeren Herausforderungen im Musizieralltag. Die folgenden Übungen zeigen, wie man diesen Bereich auch im Lockdown trainieren kann.

Rhythmische Genauigkeit gehört zu den grundlegenden musikalischen Fähigkeiten, die regelmäßig trainiert werden müssen. Mit modernen Musik-Apps bieten sich hier einige interessante Übungen an, mit denen es auch allein nicht langweilig wird.

Ein gutes musikalisches Gehör ist sowohl im Zusammenspiel mit anderen als auch beim Üben wichtig. Häufig fehlt im stressigen Alltag jedoch die Zeit für ein regelmäßiges Training. Entsprechende Musik-Apps bieten vielfältige Möglichkeiten, um auch zwischendurch und unterwegs das Gehör schulen zu können.

Folgende Apps helfen Ihnen dabei, Ton- und Bildaufnahmen zu machen und diese anschließend zusammenzustellen.Mit ihrer Hilfe können Sie alleine oder gemeinsam ein Video oder ein mehrstimmiges Musikstück erstellen.

Neben klassischen Übungen können Musik-Apps auch genutzt werden, um die Kreativität zu schulen. Gerade Zeiten, in denen aufgrund mangelnder Proben und Konzerte Ziele fehlen, eignen sich hervorragend für freie musikalische Experimente und neue Konzepte.

Apps für Kinder

Nicht nur für Jugendliche und Erwachsene sind Apps ein spannendes Spielfeld. Auch die Kleinsten können von neuen Medien profitieren. Die folgenden Apps sind speziell auf Kinder zugeschnitten und vermitteln musikalisches Wissen mit viel Spaß und Forschergeist.

Diese App stellt auf spielerische Weise die Gruppe der Schlaginstrumente vor. In Verbindung mit praktischem Ausprobieren verschiedener Klänge ist auch ein gezieltes Rhythmustraining möglich. Die App kann sowohl von einzelnen Nutzer*innen als auch von Gruppenkursen verwendet werden.

Hier wird auf spielerische Weise Hörschulung für Kinder geboten. In Collagen mit Instrumenten, Gegenständen und Tieren müssen verschiedene Klänge der richtigen Quelle zugeordnet werden. Nebenbei werden so auch das Vorstellungsvermögen und die Konzentration gefördert.

Kurse und Workshops

Nie war es leichter, Dozent*innen für Workshops, Vorträge oder Fortbildungen einzuladen und in spannende neue Themen einzutauchen. Das Internet und moderne Streaming-Dienste ermöglichen einen Austausch mit Expert*innen aus aller Welt.

Darüber hinaus können auch eigene Videokurse produziert und online bereitgestellt werden.

Zoom

Zoom ist ursprünglich nicht fürs Musizieren konzipiert, was sich lange Zeit auch in der mangelhaften Audioqualität widerspiegelte. Mittlerweile kann man hier aber HiFi-Tonqualität aktivieren und so einen hochwertigen Klang erreichen.
Um das Programm zu nutzen, müssen Sie sich anmelden und ein Meeting starten. In der kostenfreien Version dürfen Meetings maximal 40 Minuten dauern. Die kostenpflichtige Version ermöglicht Meetings von unbegrenzter Dauer.

Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, sich im Chat auszutauschen oder auch direkt mit den Vortragenden sowie untereinander zu sprechen. Zur besseren Koordination des Austauschs existiert eine Melde-Funktion, mit der Wortbeiträge angekündigt werden können. So können Sie die Mikrofone der Teilnehmer*innen generell deaktiviert lassen, um Störungen oder Klangmischung zu vermeiden, und dann gezielt für Beiträge aktivieren.
Mit der Funktion „Computerton teilen“ können Vortragende außerdem Audios oder Videos ohne Umweg über Ihre Computerlautsprecher direkt einspielen.

Wie man Zoom als Leitung einrichtet, finden Sie hier: PC / iPad
Wie man Zoom als Teilnehmer*in einrichtet, finden Sie hier: PC / iPad

YouTube-Kanal

Mithilfe eines YouTube-Kanals können Sie einzelne Videos oder ganze Serien online zur Verfügung stellen. So können Sie gezielt Fortbildungen organisieren und durchführen oder regelmäßig Proben- und Kursvideos bereitstellen. Wählen Sie hier den privaten Modus, sind Ihre Videos zutrittsbeschränkt und beispielsweise nur für Ensemblemitglieder freigeschaltet.

Digitale Konzerte

Auftreten trotz Veranstaltungsverbot? Verschiedene Apps und Streaming-Anbieter ermöglichen die Übertragung von Live-Konzerten und helfen so dabei, musikalische Aktivitäten auch in Zeiten von Corona aufrecht zu erhalten.

Trotz des Lockdowns müssen Sie nicht unbedingt auf Konzerte verzichten. Moderne Streaming-Dienste ermöglichen eine Übertragung von Video- und Audiobeiträgen in hoher Qualität.

 

YouTube

Im Mitgliedsbereich bei YouTube kann man im Menü unter „Neuen Beitrag erstellen“ die Option „Livestream Starten“ wählen. Je nach Wunsch kann dieser privat oder öffentlich gemacht werden. Möchte man z.B. ein internes Konzert mit seinen Schüler*innen organisieren, kann die Privatfunktion aus Datenschutzgründen sinnvoll sein.

 

 

 

 

 

Twitch

Der Anbieter Twitch ist auf Live-Sendungen im Internet spezialisiert. Nach der Anmeldung kann man seine eigene Kanalseite gestalten und nun ein Sendeprogramm planen. In einem speziellen Kalender können so beispielsweise regelmäßige Übertragungen (z.B. Mini-Konzerte jeden Freitagabend) geplant und entsprechend angekündigt werden. Den Abonnent*innen der eigenen Seite wird dann jede „Sendung“ automatisch angekündigt.

Auch wenn der gemeinsame Konzertbesuch derzeit nicht stattfinden kann, besteht doch die Möglichkeit zu virtuellen Ausflügen. So kann man gemeinsam im Ensemble oder mit Schüler*innen Videos von Konzertmitschnitten anschauen und sich parallel dazu im Chat austauschen. Auf diese Weise kommt trotz Lockdown ein Gemeinschaftsgefühl auf und das Gespräch untereinander wird gefördert.
 

Facebook

Facebook bietet hierfür sogenannte „Watch Parties“ an. Dazu klickt man auf der eigenen Profilseite auf den Begriff „Watch Party“ und gibt anschließend Zeit, Datum und das entsprechende Video bekannt. Dann fehlt nur noch das Popcorn und dem gemeinsamen Online-Abend steht nichts mehr im Wege.

Technik und Aufnahme

Die ersten Schritte in der Arbeit mit neuen Medien können bereits mit Smartphone oder Tablet unternommen werden. Will man aber Ton- oder Bildqualität verbessern, gibt es ein paar wichtige Grundlagen, die beachtet werden sollten.

Die Mikrofone moderner Smartphones und Tablets sind mittlerweile sehr hochwertig. Dennoch empfiehlt es sich, langfristig in ein externes Mikrofon zu investieren. Hier gibt es von Anbietern wie Røde oder Shure Modelle, die direkt an die mobilen Geräte angesteckt werden können. Auf diese Weise vermeiden Sie unnötigen Kabelsalat und können sich frei bewegen.

Sollte die Kamera ihres Smartphones oder Tablets nicht zufriedenstellend sein, kann eine externe DigiCam angeschlossen werden. Dieses Kameras sind extra für mobile Endgeräte oder eine Nutzung am PC konzipiert und lassen sich in der Regel problemlos installieren.
Wenn Sie bereits über eine Spiegelreflexkamera oder eine „GoPro“-Kamera verfügen, kann diese mittels eines einfachen Adapters ebenfalls als externe Kamera genutzt werden.

Die Beleuchtung ist für die Videoqualität im Online-Bereich extrem wichtig. Auch hier hat sich die technische Entwicklung an die aktuellen Anforderungen angepasst und es existieren zahlreiche Videolichter, die leicht transportiert und aufgebaut werden können. Häufig kann man diese in Verbindung mit einem Stativ für das Smartphone oder Tablet erwerben, sodass sie optimal genutzt werden können.

Falls Ihnen kein besonderes Equipment zur Verfügung steht, können Sie mithilfe der nächsten Schritte herausfinden, wie Sie eine gute Ton- und Videoaufnahme von sich mit Ihrem Smartphone erstellen. Der Guide wurde in seiner ursprünglichen Form von Julius Gass entworfen (www.gassnklang.de).