Musik stärkt und vereint

Das Projekt Musik stärkt und vereint ist ein Gruppenmusizier-Projekt im Rahmen einer Tagesgruppe für Kinder ab 7 Jahren mit unterschiedlichen körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Voraussetzungen. Die Tagesgruppe und das Projekt sind an einen Bauernhof mit vielfältigen pädagogischen und therapeutischen Möglichkeiten für die Kinder angegliedert. Mithilfe des Musikprojekts soll eine Möglichkeit geschaffen werden, Musik und Gemeinschaft zu erfahren sowie die Persönlichkeit individuell und sozial weiterzuentwickeln.
In der Anfangsphase liegt der Fokus auf den Klängen der Umgebung: Alltagsgegenstände werden zum Klingen gebracht, Instrumente selbst hergestellt und der eigene Körper wird – beispielsweise über Body Percussion – als Instrument erforscht. Die eigene Stimme soll von Beginn an eingesetzt und erlebt werden. Rhythmus wird beim Musizieren sowie in der Bewegung zur Musik spürbar. In dieser Phase liegt ein besonderer Fokus darauf, die Bedürfnisse, Wünsche und Ideen der Kinder wahrzunehmen, um die weiteren Inhalte danach auszurichten.
Die zweiten Phase richtet den Blick auf die Wahrnehmung elementarer, musikalischer Parameter durch die Kinder: So werden beispielsweise Tempo, Dynamik und Ausdruck beim Musizieren und in der Bewegung spielerisch vergegenwärtigt. Auf Grundlage dieser Erfahrungen werden die Kinder dazu angeregt, selbst kreativ zu werden und durch das eigenständige Handeln Stärken weiterzuentwickeln.
Inhaltlich sollen die Möglichkeiten der Stimme ohne Hemmungen kennengelernt werden. Dafür werden Lieder unterschiedlicher Herkunftsländer und Stilistiken eingesetzt. Die Verknüpfung von Gesang und Bewegung unterstützt dabei eine ganzheitliche Förderung. Im instrumentalen Bereich werden freie und metrisch gebundene Klänge auf Perkussionsinstrumenten erfunden und gestaltet. Einfache rhythmische sowie harmonische Begleitungen (z.B. mit Boomwhackers) von Liedern werden gemeinsam erarbeitet. Es wird mit der Umsetzung von Musik in die Bewegung und umgekehrt experimentiert. Der Umgang mit den Instrumenten führt zu einer Sensibilisierung der Bewegungskoordination und der Sinne. Zusätzlich wird der eigene Körper in Verbindung zur Musik wahrgenommen. Umgekehrt werden auch die Musik und ihre Parameter über Bewegung wahrgenommen und verdeutlicht. Auch das Hören von Musik spielt eine wichtige Rolle: So wird dabei die Wahrnehmung geschult, die sich auf die Musik, aber auch die Gruppe und sich selbst richtet. Im Zusammenhang mit dem bewussten Hören von Klängen wird auch das Erleben von Stille in einer neuen Intensität möglich. In einer dritten Phase werden ausgewählte Inhalte regelmäßig wiederholt, damit die Kinder sich beim Musizieren in der Gruppe zunehmend wohl und sicher fühlen, sich fallen lassen und es in vollen Zügen genießen können. Zum Abschluss des Projekts wird gemeinsam ein Konzert erarbeitet, das anschließend vor Eltern und Freund*innen zur Aufführung kommt.Für das Projekt im Rahmen des Förderprogramms »Musik für alle!« kooperierte der Verein zur Pflege von Erde und Mensch, Karcherhof & Thalmühle mit der Friedrich-Joachim-Stengel-Förderschule und der Gemeinwesenarbeit Brebach für eine Ansprache und Vermittlung von Teilnehmenden.

Anbieter:
Verein zur Pflege von Erde und Mensch, Karcherhof & Thalmühle, e.V.
Projektseite:
Pressematerial:
Format:
Präsenz
Zielgruppe:
Kinder, Jugend
Ensemble:
vokal + instrumental
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