Im Projekt „Gemeinsam durch die Jahreszeiten“ trafen sich wöchentlich Menschen mit Demenz aus einer Wohngemeinschaft mit Kindern und Familien aus der Umgebung, um das Jahr und seine wechselnden Jahreszeiten mit passenden Liedern und Musik zu feiern. In diesem regelmäßigen und vertrauten Rahmen entstanden Zeit und Raum für Freude, Begegnung und gemeinsames Singen, Bewegen und Improvisieren.
Wöchentlich probierten junge und ältere Teilnehmende verschiedene Lieder, Merkspiele und Bewegungsübungen aus. Dabei kamen spielerische und musikalische Materialien zum Einsatz, und viele brachten eigene Ideen ein.
Der Austausch von Musik aus der Kindheit der Senior*innen berührte sowohl die Kinder, als auch die älteren Teilnehmenden und half ihnen, Unsicherheiten schnell abzubauen.
Gemeinsames Singen von Kanons, das Lesen kurzer Gedichte und einfache Rhythmusspiele sprachen beide Altersgruppen an. Die Angebote waren für alle gut zugänglich und förderten ein aktives Miteinander. Das vielfältige wöchentliche Programm sollte Freude bereiten, neue Erfahrungen ermöglichen und dazu beitragen, dass sich die Teilnehmenden selbst und andere besser kennenlernen. Alle profitierten dabei geistig wie emotional von dieser gemeinsamen Zeit.
Stimmen aus dem Projekt
„Im Projekt treffen von Demenz betroffene Senioren auf junge Kinder. Der Großeltern-Enkel-Effekt bietet die tolle Möglichkeit, sich offen zu begegnen und zu schätzen. Wer von Demenz betroffen ist, kann hierbei unerwartet ‚Auftauen‘ und Aufblühen, gerade über das Singen, die Musik und in der Begegnung mit Kindern.“
Martin Frey, Kirchenmusiker und Chorleiter