„Ich singe, also bin ich“ – Resonanz der Vielfalt: ein inklusiv-intrageneratives partizipatives Singangebot

Im Rahmen des Projekts „Ich singe, also bin ich“ übernahmen ehrenamtliche Singpat*innen das Holen und Bringen von pflege- und unterstützungsbedürftigen Senior*innen der Region ab und begleiteten sie während regelmäßiger Singtreffen. Die teilnehmenden Senior*innen ohne und mit altersassoziierten Erkrankungen, insbesondere mit Formen von Demenz, wurden dazu motiviert, aktiv die Stücke und Themen des Offenen Singens mitzugestalten.

  • Anbieter Hospital zum Heiligen Geist
  • Kurzbeschreibung Intergruppales, inklusives und partizipatives Singangebot und Workshops für Ehrenamtliche
  • Zielgruppe Senior*innen, (pflegende) Angehörige, in Pflegeeinrichtung, Menschen mit Demenz, Menschen ohne Demenz
  • Ensemble Vokal
  • Kooperation sonstige Organisation
  • Förderprogramm Länger fit durch Musik
  • Ort Hamburg

Projektidee

Im Projekt „Ich singe, also bin ich“ übernahmen ehrenamtliche Singpat*innen das Holen und Bringen pflege- und unterstützungsbedürftiger Senior*innen aus der Region und begleiteten sie zu den regelmäßigen Singtreffen. Die teilnehmenden Senior*innen – sowohl ohne als auch mit altersbedingten Erkrankungen, insbesondere mit demenziellen Veränderungen – wurden motiviert, aktiv die Stücke und Themen des Offenen Singens mitzugestalten und stellten so ein vielfältiges Repertoire zusammen.

Eine Gruppe von Senior*innen (teils im Rollstuhl) sitzen vor einer Leinwand mit Liedtext.
Foto: Lisanne Utasch

Die Liedtexte wurden barrierearm auf eine große Leinwand projiziert, und der Gesang wurde überwiegend am Flügel, ergänzend aber auch mit Gitarre oder Djembé begleitet. Die Gruppe arbeitete außerdem mit Bewegung und rhythmischen Elementen, die auf die Lieder des Offenen Singens abgestimmt waren.

Sowohl in den Räumlichkeiten, als auch in der Gestaltung und Durchführung des Offenen Singens wurden barrierearme Strukturen geschaffen, die der Zielgruppe, wie auch Teilnehmenden ohne Einschränkungen Freude, Herausforderung, Motivation und eine bestmögliche Teilhabe boten. Die Senior*innen beteiligten sich jeweils entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten und Tagesform am musikalischen und sozialen Geschehen.

Die regelmäßige Durchführung und der Erfolg des Offenen Singens ermöglichten es, das Angebot dauerhaft im Angebotskanon des Hospitals zum Heiligen Geist zu verankern. Dank der aufgebauten ehrenamtlichen Singpatenschaften kann auch künftig insbesondere Senior*innen mit besonderem Unterstützungs- oder Transferbedarf die Teilnahme am gemeinsamen Musizieren ermöglicht werden.

Stimmen aus dem Projekt

„Neulich meinte ein Bewohner zu mir: Es ist so anstrengend, mich den ganzen Tag an der Zeit festzuhalten. Wenn wir singen, dann brauche ich das nicht mehr!

Ich darf tagtäglich beobachten, wie die Musik die Menschen im tiefsten Innern berührt und sie miteinander verbindet, egal welche Voraussetzungen jemand mitbringt. Ich kann mir keine sinnstiftendere Tätigkeit vorstellen. Musik schafft es immer wieder identitätsstiftend zu wirken und es ist für mich einfach berührend, mit Musik hierfür Impulse setzen zu können.“

Isabelle C. Vilmar, Koordinierende Musiktherapeutin