Projektidee
Im generationsübergreifenden Chorprojekt erhielten jüngere und ältere Menschen die Möglichkeit, sich in einem gut vorbereiteten Rahmen durch gemeinsames Singen und Musizieren miteinander zu verbinden. Die Liedauswahl orientierte sich an den Biografien der teilnehmenden Menschen mit Demenz. Sie konnten die Stücke nach ihren Vorlieben auswählen und mit Instrumenten ihrer Wahl begleiten.
Im Mittelpunkt standen die Ziele Teilhabe, Struktur, Kontinuität sowie die Förderung von Wohlbefinden und Lebensfreude. Daher wurde bereits in der Vorbereitung detailliert geplant, wie Menschen mit Demenz, nach einem Schlaganfall oder mit ADHS während des Projekts bestmöglich begleitet und unterstützt werden können.

Die Jugendlichen aus den Klassen 5 bis 9 der kooperierenden Schule erhielten neben dem gemeinsamen Musizieren die Gelegenheit, eigene Stücke zu präsentieren und Wertschätzung sowie Unterstützung durch die hochaltrigen Teilnehmenden zu erfahren.
Die beiden Projektkonzerte im Sommer und Winter wurden für alle Beteiligten zu besonderen Erfolgserlebnissen und boten dem Publikum ein vielfältiges Programm aus Orgelspiel, Kanons, Mitsingliedern und einem musikalischen Märchen mit Rhythmusinstrumenten.
Das Projekt wurde in Kooperation zwischen dem Zentralhospital Görlitz, der Oberschule Innenstadt Görlitz und der Musikgeragogin Christiane Dumke umgesetzt.
Stimmen aus dem Projekt
„Biografische Momente hervorzurufen, sowohl bei den alten Menschen als auch bei den Jugendlichen, hier alle zu Wort kommen zu lassen, das ist mir sehr wichtig! Ich möchte, dass beide Generationen wahrgenommen, gesehen und gehört werden. Wir singen miteinander, spielen und feiern das Leben – intergenerationell. Musik ist hörbar gestaltete Zeit. Sie vermittelt Gegenwärtigkeit. Das erleben wir hier ganz besonders.”
Christiane Dumke, Musikalische Leitung