Joyful, Joyful

Im Projekt „Joyful, Joyful“ bereitete der NewLife Gospelchor monatlich ein kleines Gospelkonzert mit wiederkehrenden Mitmachelementen vor und führte es im Haus Brina auf. Die Auftritte richteten sich an Menschen mit und ohne Demenz, ihre Angehörigen sowie das Pflegefachpersonal. Im Mittelpunkt standen Gemeinschaft, Freude durch Musik und das aktive Einbeziehen der Teilnehmenden.

  • Anbieter Enije for Afrika e. V.
  • Kurzbeschreibung Monatliche interaktive und demenzsensible Gospelmusik-Session
  • Zielgruppe (pflegende) Angehörige, Pflegefachpersonal, Menschen mit Demenz
  • Ensemble Vokal + Instrumental
  • Kooperation Pflegeeinrichtung, Musikverein, Chor oder Instrumentalensemble
  • Förderprogramm Länger fit durch Musik
  • Ort Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen

Im Projekt „Joyful, Joyful“ bereitete der NewLife Gospelchor monatlich ein kleines Gospelkonzert mit wiederkehrenden Mitmachelementen vor und führte es im Haus Brina auf. Die Auftritte richteten sich an Menschen mit und ohne Demenz, ihre Angehörigen sowie das Pflegefachpersonal. Im Mittelpunkt standen Gemeinschaft, Freude durch Musik und das aktive Einbeziehen der Teilnehmenden.

Der Gospelchor singt bewegt vor Senior*innen.
Foto: Rolf Möllemann-Gronau

Der musikalische Fokus lag auf traditionellen und modernen Gospelstücken. Die Wahl fiel bewusst auf Gospel, da diese Musik Lebensfreude, Hoffnung und spirituelle Kraft vermittelt. Die rhythmisch mitreißenden afroamerikanischen Elemente regten die Teilnehmenden sowohl körperlich, als auch emotional an und banden sie intensiv ein.

Zunächst war geplant, alle Songs in deutscher Übersetzung zu singen, doch es zeigte sich schnell, dass die englischen Originalversionen keinerlei Hürde darstellten. Durch Klatschen, Fußstampfen oder mit einfachen Instrumenten konnten alle – unabhängig von ihren kognitiven Fähigkeiten – aktiv mitwirken. Ergänzend wurden einige bekannte deutsche Lieder integriert, die vertraute Momente schufen, Erinnerungen weckten und das Gemeinschaftsgefühl stärkten. Die Kombination aus bekannten und neuen Melodien ermöglichte es den Teilnehmenden, Vertrautes wiederzuentdecken und gleichzeitig Neues auszuprobieren.

Nach jeder Session gab es eine halbstündige Begegnungszeit, in der die Anwesenden gemeinsam verweilten, ins Gespräch kamen und das Erlebte nachklingen ließen. Die Atmosphäre war stets herzlich und vertraut.

Begeistere Senior*innen singen und bewegen sich zur Musik.
Foto: Rolf Möllemann-Gronau

Viele Teilnehmende kannten die Lieder zunehmend besser und trauten sich immer häufiger mitzusingen. So entwickelte sich das ursprünglich konzertähnliche Format zu einem lebendigen Begegnungsraum, der mit jeder Session intensiver wurde und das Zugehörigkeitsgefühl stärkte. Die wachsende Zahl an Teilnehmenden zeigte zudem die große Beliebtheit des Projekts.

Einige Bewohner*innen kamen sogar deutlich vor Beginn und warteten im Saal, bis es im dann gefüllten Raum losging.

Stimmen aus dem Projekt

Ein Projektmitarbeiter und eine Seniorin tanzen gemeinsam.
Foto: Rolf Möllemann-Gronau

„Eine Bewohnerin mit schwerer Erkrankung äußerte mehrfach, die monatliche Session sei ihr ‚Lichtblick‘. Solche Rückmeldungen verdeutlichten den emotionalen Stellenwert des Projekts. (…) Nicht musikalische Perfektion entscheidet über Wirkung, sondern Beziehung, Wiederholung und Präsenz. (…) Die Unterstützung der Mitarbeitenden des Hauses trägt wesentlich dazu bei, dass die Sessions reibungslos und mit viel Wärme verlaufen.

„Ein besonderer Moment ereignete sich im Oktober, als die Bewohner*innen beim Abbau selbstständig ‚Glory, Glory, Hallelujah‘ anstimmten – ohne musikalische Begleitung. Dieser Moment markierte symbolisch die gewachsene Eigenständigkeit der Gruppe.“

Barbara Ahland, Projektleitung