Kleine Lotte – Musikalische Reise der Erinnerungen

Im Projekt „Kleine Lotte – Musikalische Reise der Erinnerungen“ führte die Kleine Lotte Kulturvermittlung gGmbH in mehreren Senioreneinrichtungen in Wandlitz vier inklusive, barrierearme und familienfreundliche Konzerte für Menschen mit Demenz und ihre Familien durch.

  • Anbieter Kleine Lotte Kulturvermittlung gGmbH
  • Kurzbeschreibung Demenzsensible Familienkonzerte
  • Zielgruppe Familien, (pflegende) Angehörige, Menschen mit Demenz
  • Ensemble Vokal + Instrumental
  • Kooperation Pflegeeinrichtung, sonstige Organisation
  • Förderprogramm Länger fit durch Musik
  • Ort Wandlitz, Brandenburg

Projektidee

Im Projekt „Kleine Lotte – Musikalische Reise der Erinnerungen“ führte die Kleine Lotte Kulturvermittlung gGmbH in mehreren Senioreneinrichtungen in Wandlitz vier inklusive, barrierearme und familienfreundliche Konzerte für Menschen mit Demenz und ihre Familien durch. Die Konzerte wurden durch eine Puppenfigur moderiert, deren Wirkung sich bereits bei der ersten Begegnung offenbarte: Die Konzertbesucher*innen mit Demenz sprachen die Fuchs-Puppe unmittelbar an und auch die anwesenden Kinder näherten sich neugierig.

Eine Fuchs-Handpuppe, die

Die Projektkonzerte waren besonders geprägt durch die Wirkung, die die Anwesenheit der Kinder auslöste: Die Freude und emotionale Ansprache der älteren Menschen war offensichtlich und half ihnen und dem Publikum um sie herum, sich der Musik und der Gemeinschaft auf ganz neue Weise zu öffnen.

Die Verbindung aus Musik und einer Puppe, die aktiv mit dem Publikum interagierte, half vielen Menschen mit Demenz, ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren und sich emotional stärker auf die musikalischen Eindrücke einzulassen. Nach den Konzerten verabschiedeten sich zahlreiche Besucher*innen direkt bei der Puppe – die Puppenspielerin selbst blieb dabei häufig im Hintergrund.

Wenn zeitweise nicht genug Personal verfügbar war, um Bewohner*innen – darunter viele Rollstuhlnutzende – in die untere Etage zum Konzert zu begleiten, griffen spontan anwesende Eltern und Musiker*innen unterstützend ein. Diese besondere gemeinsame Erfahrung blieb vielen positiv in Erinnerung und trug ganz nebenbei dazu bei, mögliche Berührungsängste gegenüber dem Thema Demenz abzubauen. Ein wichtiges Ziel bleibt, das Angebot weiter zu öffnen und noch mehr Familien Hemmungen gegenüber Begriffen wie „Pflegeheim“ oder „Demenz“ zu nehmen.

Neben den Familien, die die Konzerte als bereichernd und gelungen empfanden, zeigten sich auch die beteiligten Musiker*innen dankbar dafür, außerhalb klassischer Konzertbühnen auf einer gesellschaftlich bedeutenden Ebene wirken zu können und Musik an Orte zu bringen, an denen sie selten stattfindet. Durch die Weiterbildung war es möglich, das Programm noch besser auf die Bedürfnisse anzupassen und beispielsweise weitere geeignete Lieder zum Mitsingen zu integrieren.

Stimmen aus dem Projekt

„Unsere Musiker*innen hatten teilweise Erfahrungen mit Demenzerkrankungen, doch für diejenigen, die neu in diesem Bereich waren, war die Arbeit besonders bereichernd. Die Auftritte wirkten intensiv nach und immer wieder stellte sich die Frage: Wann machen wir das wieder?

Bernadette Kis, Musikalische Leitung