Lieblingslieder

Die Teilnehmenden des Projekts „Lieblingslieder“ aus dem Pflegeheim Maria-Martha-Stift sagen und musizierten wöchentlich miteinander und spürten darüber hinaus in biografischer Arbeit den Liedern nach: Welche Musik trägt uns und begleitet uns bis ins hohe Alter? Welche Lieder aus ihrem Leben sind zu „Lieblingsliedern“ geworden?

  • Anbieter Alten- und Pflegeheim Maria-Martha Stift Lindau
  • Kurzbeschreibung Generationenübergreifendes Chorprojekt
  • Zielgruppe Kinder, Menschen mit Demenz, Menschen ohne Demenz
  • Ensemble Vokal
  • Kooperation Grundschule
  • Förderprogramm Länger fit durch Musik
  • Ort Lindau, Bayern

Die Teilnehmenden des Projekts „Lieblingslieder“ aus dem Pflegeheim Maria-Martha-Stift sangen und musizierten wöchentlich miteinander und spürten darüber hinaus in biografischer Arbeit den Liedern nach:

Serniorinnen sitzen im Kreis, sie lachen gemeinsam.
Foto: Anke Franke

Welche Musik trägt uns und begleitet uns bis ins hohe Alter? Welche Lieder aus ihrem Leben sind zu „Lieblingsliedern“ geworden?

Auch bei den beteiligten Grundschulkindern der Singklassen stand immer wieder Lieblingsmusik im Mittelpunkt – häufig diskutierten sie über Textinhalte, Aussagen und die Nachhaltigkeit der Lieder. Das Leitmotiv ‚Froh zu sein bedarf es wenig‘ zog sich wie ein roter Faden durch jede Musikstunde.

Zunächst probten der Projektchor des Pflegeheims und die Singklassen getrennt.

Die Bewohner*innen äußerten sich begeistert und nahmen mit sichtlicher Freude an den Chorproben teil. So entstand eine harmonische Singgemeinschaft, in der unterschiedliche Voraussetzungen und Einschränkungen in den Hintergrund rückten.

Auf einer grünen Wiese sitzen Senior*innen und Kinder gemischt im Kreis. In der Mitte steht eine Projektmitarbeitende mit Akkordeon.
Foto: Anke Franke

In drei musikalischen Begegnungen führte das Projekt beide Generationen schließlich zusammen. Gemeinsam sangen sie Lieblingslieder vom Volkslied über Freddy Quinn bis zu Mark Forster, was zu lebendigen Begegnungen und intensivem Austausch zwischen Jung und Alt führte.

Ein besonderer Höhepunkt waren die öffentlichen Singaktionen des Projektchors und der Angehörigen an ungewöhnlichen Orten wie dem Innenhof des Stadtmuseums, wodurch eine große Außenwirkung entstand und der Wert des gemeinsamen Musizierens im Alter eindrucksvoll sichtbar wurde.

Als nachhaltiges Ergebnis veröffentlichte das Team ein Liederheft mit den gesammelten Lieblingsliedern der Teilnehmenden, das auch künftig weiter genutzt und ergänzt wird.

Stimmen aus dem Projekt

„Herr Y. ist ein stiller, in sich gekehrter Mensch und äußert sich nie. Er ist blind und auch beim Singen zurückhaltend. Beim Tanzen (sitzend) der ‚Ennstaler Polka‘ geht eine Verwandlung in ihm vor und er tanzt und klatscht mit, anschließend ist er beim Erzählen über seine Jugend in der Steiermark nicht mehr zu bremsen.“

Christiane Sauter-Pflomm, Musikalische Leitung