Im Projekt „Musik und Miteinander – auf dem Bett zum Konzert“ veranstalteten Mitglieder von Libericum musicum e. V. Sing- und Musikangebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen – sowohl in Einzel- als auch in Gruppensettings.
Instrumentalangebote und Improvisationen mit Alltagsgegenständen machten das Musikangebot aktiv erfahrbar. Mehrere ergänzende Konzerte, in denen das Hören und Erleben im Mittelpunkt stand, erweiterten das Programm in den stationären Einrichtungen.

Der Fokus wurde dort auf die besondere Ansprache und Partizipation bettlägeriger Menschen mit und ohne Demenz gelegt, die nur durch Angehörige erreichbar und wenig mobil sind.
Um Ängste und Aggressionen zu lindern und die Interaktion zwischen Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu fördern, spielten sie gemeinsam an mobilen Musikinstrumenten wie Harfe, Standmonochord, Holzxylofon, Keyboard, Trommeln und Rasseln. Musizieren, Pausieren, Innehalten und Staunen ermöglichten ein Miteinander im Alltag – mit Rasseln, Trommeln, der eigenen Stimme und ungewöhnlichen Klangkörpern wie einem leeren oder gefüllten Wasserkanister, der im Rhythmus eines Liedes genutzt wurde.
Ein besonderer Höhepunkt war ein Harfenkonzert im Garten einer stationären Einrichtung, bei dem rund 60 mobile und bettlägerige Personen zusammenkamen und die Musik, das Gemeinschaftsgefühl und die Sinneseindrücke eines Open-Air-Konzerts erleben und teilen konnten.