Singen ist Leben

Musik und Bewegung sind für sich genommen bereits bereichernde Beschäftigungen; gemeinsam entfalten sie jedoch eine noch stärkere positive Wirkung. Diese Verbindung machte sich das Projekt „Singen ist Leben“ zunutze.

  • Anbieter Frauenchor Zehlendorf 1952
  • Kurzbeschreibung Monatliches gemeinsames Singen mit Bewegungseinheiten
  • Zielgruppe in Pflegeeinrichtung, Menschen mit Demenz
  • Ensemble Vokal
  • Kooperation Pflegeeinrichtung
  • Förderprogramm Länger fit durch Musik
  • Ort Berlin

Projektidee

Musik und Bewegung sind für sich genommen bereits bereichernde Beschäftigungen; gemeinsam entfalten sie jedoch eine noch stärkere positive Wirkung. Diese Verbindung machte sich das Projekt „Singen ist Leben“ zunutze: Einmal im Monat trafen sich 15 Sängerinnen des Frauenchors Zehlendorf mit etwa ebenso vielen Bewohner*innen einer Pflegeeinrichtung, um gemeinsam Stimmübungen mit Bändern, Tischtennisbällen und Kirschkernsäckchen durchzuführen und bekannte Volkslieder sowie Kanons mit Klavierbegleitung zu singen.

Während der Projektdurchführung wurde das Programm flexibel an die Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasst. Da unter anderem viele gehbehinderte Senior*innen Interesse zeigten, wurden Übungen im Stehen durch barrierearme Alternativen ersetzt. Angehörige sowie eine Musikpädagogin begleiteten die Termine.

Der Erfolg des interdisziplinären Programms zeigte sich deutlich: Angehörige berichteten, wie viel Freude ihren Familienmitgliedern die Treffen bereiteten – selbst dann, wenn sie dies nicht mehr artikulieren konnten. Auch die Sängerinnen des Frauenchors wurden nach den Terminen mit viel Dank und positiven Rückmeldungen belohnt. Die gute Stimmung, die das gemeinsame Singen und Musizieren erzeugte, wirkte bei allen Beteiligten weit über den jeweiligen Termin hinaus nach.

Stimmen aus dem Projekt

„Es ist bemerkenswert, dass die meisten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Texte der Volkslieder noch auswendig können. Sind die Texte nicht mehr präsent, wird das Metrum oder der Rhythmus mitgeschlagen.

Bei Gesangsübungen wird gerne das Angebot von Material wie Tennisbällen, Kirschkernkissen und Therabändern genutzt. Überhaupt fällt auf, wie Bewegungen zu den Liedern, z. B. bei Tanzliedern, die gute Laune fördern. Menschen, die jahrzehntelang musikalisch tätig waren, reagieren auch noch wie früher auf Einsätze und sind sehr aufmerksam, selbst, wenn sie nicht mehr bei allem mitkommen.“

Mirjam Parma, Musikalische Leitung