Welche Konzertformate eignen sich für Menschen mit Demenz?

Demenzsensible Konzertformate reichen vom Zuhören bis zum Mitmachen. Der Beitrag bietet einen Überblick über mögliche Formate und unterstützt mit Beispielen und Leitfragen bei der Planung passender Auftritte.

Auftritte und Konzerte bilden für viele Ensembles der Amateurmusik zentrale Höhepunkte ihrer Arbeit. In der demenzsensiblen Ensemblepraxis können sie darüber hinaus zu wichtigen Orten kultureller Teilhabe werden, sowohl für Menschen mit Demenz, als auch für ihre Angehörigen und das örtliche Umfeld.

Die möglichen Formate sind sehr vielfältig und bewegen sich in einem weiten Feld zwischen rezeptivem Erleben und aktivem Musizieren, sowie zwischen einem exklusiven Konzertsetting und einem eher informellen Rahmen wie einer offenen Probe.

Die Beispiele in der folgenden Übersicht geben einige Anregungen:

So lässt sich z. B. ein klassisches Konzert mit demenzsensibler Moderation im Bereich „exklusiv & rezeptiv“ einordnen, während sich ein Mitmachkonzert in einer Pflegeeinrichtung im Feld „aktiv & exklusiv“ bewegt. Offene Proben eines Chors oder Orchesters liegen hingegen im informellen Rahmen, ebenso wie ein bunter Musiknachmittag mit Kaffee und Kuchen.

Um ein passendes Format für das eigene Projekt zu finden, können folgende Fragen hilfreich sein:

  • Welche Zielgruppe möchte ich erreichen?
  • Wo soll das Konzert oder der Auftritt stattfinden?
  • Welches Ziel steht im Mittelpunkt: Eher Zuhören und Erleben oder gemeinsames Mitgestalten und aktives Musizieren?
  • Wen kann ich als Mitwirkende und Unterstützung einplanen?

Dieser Beitrag ist in ähnlicher Form im Begleitmaterial zur Demenz Partner Schulung „Musizieren in Chören und Instrumentalensembles“ zu finden, die 2024/25 in Kooperation des BMCO mit der PH Karlsruhe und dem Netzwerk Alternsforschung der Universität Heidelberg entwickelt und auf der Homepage der Initiative Demenz Partner veröffentlicht wurde.